Von Onsen, Himono und bôin bôshoku

Das vergangene Wochenende war ein sehr vergnügliches für mich, voller Abwechslung und unterhaltsamer Momente. Aus dem fernen 50.000 Einwohner Kaff Tomioka in der Präfektur Gunma reiste der liebe Tomo an und brachte, weil er so selbstlos ist, auch gleich den Mon chan aus Tôkyô mit. Der arme Jumpe liegt leider mit Grippe zu Hause im Bett und konnte aus diesem Grunde leider nicht mitkommen.

Der Samstag an dem die beiden ankamen war leider von sehr trübem Wetter und reichlich Regen gesäumt, was uns aber nicht den Spaß an der Wiedervereinigung nahm und so stopften wir uns erstmal mit unendlich 105 Yen Sushi voll und hatten dabei erstmal eine Begegnung der unheimlich Art, als in einem fast leeren Kaitensushi 3 Tische weiter ein etwas „einfach” anmutender Ausländer mit zwei offensichtlich sehr interessierten Japanerinnen saß und in sau schlechtem Englisch über seine Kamera sprach. Business Knigge China

Am Akzent erstmal direkt auf Deutschland getippt, was dann im Laufe der Diskussion auch bestätigt wurde. Da muss man erstmal ins 100.000 Seelendorf Mishima kommen um peinliche Deutsche in einem fast leeren Restaurant zu treffen die aussehen, als wollten sie Arnold Schwarzenegger Konkurrenz machen und dabei viel zu knappe Shorts tragen, die in den 70ern modern waren. Danach ging die gemütliche Autofahrt weiter zum Shuzenji Tempel auf der Izu Halbinsel, der jedoch bei dem schlechten Wetter etwas vereinsamt aussah. Abends noch flott ins Kino und „Ballad namonaki koi no uta” angesehen und für mittelprächtig befunden. Im Anschluss wieder viel zu viel kram im Supermarkt gekauft und bei mir zu Hause übermäßig viel gefuttert.

Am nächsten Morgen lachte uns ein wolkenloser Himmel und strahlendes Wetter an und selbst der sonst so etwas scheue Fuji san ließ sich mal blicken und bescherte uns auf der Autofahrt in Richtung Atami einige sehr schöne Aussichten. Atami war für mich persönlich eine kleine Enttäuschung und entpuppte sich als offensichtliche Touristenhochburg für Fans von Onsen. Interkulturelles Training China

Bis auf Geschäfte die Himono (getrocknete Fische) verkaufen gab es aber nicht wirklich viel tolles zu entdecken, lediglich das etwas mickrige Schloss von Atami war einigermaßen nett anzusehen, machte aus der Nähe jedoch einen etwas heruntergekommenen Eindruck. Danach gingen uns ein wenig die Ideen aus, da man hier in der Umgebung eigentlich nicht so viel unternehmen kann und da wir keine Badesachen dabei hatten konnten wir Baden leider auch knicken. Deshalb haben wir uns dann auf den Weg nach Numazu zum bekannten Fischmarkt gemacht um dort etwas zu bummeln und Abends in ein Restaurant einzukehren um kaisendon genießen zu können (nichts geht über rohen Fisch unfassbar lecker).

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